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Englische Konsonanten richtig lesen

Wann c wie [s] oder [k] klingt, was g vor e, i, y macht – dazu v, w, z, j, ch, sp- und st-, die im Englischen anders klingen als im Deutschen, und welche Konsonanten nie gesprochen werden.

Die Konsonanten sind der leichtere Teil des Lesens im Englischen. Die meisten klingen immer gleich: b [b], d [d], m [m], n [n], p [p], t [t]. Man muss sich nur wenige Buchstaben und eine kurze Liste merken. Wer Deutsch spricht, muss allerdings noch etwas anderes beachten: Einige Buchstaben haben im Deutschen einen festen Lautwert, der im Englischen nicht gilt. Dort liegen die typischen Fehler, deshalb steht das gleich am Anfang.

Buchstaben, die im Deutschen anders klingen

Buchstabe Im Deutschen Im Englischen Beispiele
v [f] („Vater“) [v] very, voice, have
w [v] („Wasser“) [w], Lippen gerundet we, window, water
z [ts] („Zeit“, „Zoo“) [z] zoo, zero, size
j [j] („Jahr“) [dʒ] job, juice, jump
y am Wortanfang [j] in Fremdwörtern („Yoga“) [j] yes, you, year
ch [ç] oder [x] („ich“, „Bach“) [tʃ] chair, cheese, much
sh gibt es nicht (geschrieben wird „sch“) [ʃ] she, fish, shop
sp-, st- am Wortanfang [ʃp], [ʃt] („Sport“, „Stein“) [sp], [st] speak, sport, stop, street
qu [kv] („Qualle“) [kw] queen, quick

Ein paar Anmerkungen dazu:

  • v und w sind im Englischen nicht dasselbe wie im Deutschen. Das englische v ist [v] – wie das deutsche w, nicht wie das deutsche v in „Vater“. Das englische w ist [w]: Man rundet die Lippen und berührt dabei nicht die Zähne. Deshalb sind wine [waɪn] und vine [vaɪn] verschiedene Wörter, ebenso west und vest. Das deutsche Wort „Wein“ [vaɪn] klingt am Anfang wie vine, nicht wie wine.
  • z ist im Englischen immer [z]. Das deutsche „Zoo“ beginnt mit [ts], das englische zoo mit [z] – ein stimmhaftes s, wie in „Sonne“.
  • j und y sind gegenüber dem Deutschen vertauscht. Der Anfangslaut von „Jahr“ wird im Englischen y geschrieben (year), und das englische j klingt wie das „dsch“ in „Dschungel“ (job).
  • ch ist [tʃ], wie das „tsch“ in „Deutsch“, und nicht der Laut aus „ich“ oder „Bach“. Ausnahmen: school und Christmas haben [k], und chef [ʃef] wird wie das deutsche „Chef“ gesprochen.
  • Am Wortanfang gilt sp- und st- wörtlich. Im Deutschen wird „Sport“ als [ʃp…], „Stein“ als [ʃt…] gesprochen. Im Englischen bleibt es [sp] und [st]: stop ist nicht [ʃtɒp].
  • sch ist im Englischen selten und meist [sk]: school [skuːl], scheme [skiːm].
  • qu ist [kw]. Das deutsche „Qualle“ beginnt mit [kv]; im Englischen steht dort wieder das [w] von oben.
  • th (think, this) gibt es im Deutschen nicht; es wurde in der Lektion über das Alphabet besprochen.

Stimmhaft bleibt stimmhaft: das Wortende

Im Deutschen werden stimmhafte Konsonanten am Wortende stimmlos gesprochen (Auslautverhärtung): „Rad“ [ʁaːt], „Tag“ [taːk], „Hund“ [hʊnt]. Im Englischen darf das nicht passieren, denn der Unterschied zwischen stimmhaftem und stimmlosem Auslaut trennt Wörter:

Stimmhaft am Ende Stimmlos am Ende
bad [bæd] – schlecht bat [bæt] – Fledermaus
bag [bæg] – Tasche back [bæk] – Rücken, zurück
bed [bed] – Bett bet [bet] – Wette
rise [raɪz] – steigen rice [raɪs] – Reis

Wer bad wie „Bat“ spricht, sagt bat. Halten Sie die Stimme bis zum Ende des Wortes durch; auch der Vokal davor ist vor einem stimmhaften Auslaut etwas länger (bed gegenüber bet).

C: vor e, i, y klingt es [s]; sonst [k]

Vor e, i, y → [s] Sonst → [k]
city [ˈsɪti] – Stadt cat [kæt] – Katze
cent [sent] – Cent cup [kʌp] – Tasse
cycle [ˈsaɪkl] – Zyklus, Kreislauf clock [klɒk] – Uhr
nice [naɪs] – nett come [kʌm] – kommen

Im Deutschen kommt c als eigener Buchstabe kaum vor: Es steckt in ch und sch oder in Fremdwörtern. Die Regel ist leicht zu prüfen: Schauen Sie auf den nächsten Buchstaben. Ist es e, i oder y, wird [s] gelesen. Ist es ein anderer Buchstabe oder das Wortende, wird [k] gelesen.

In cycle greifen beide Regeln zugleich: Das erste c steht vor y, also [s]; das zweite steht vor l, also [k].

G: vor e, i, y oft [dʒ]; sonst [g]

Vor e, i, y → [dʒ] Sonst → [g]
page [peɪdʒ] – Seite go [gəʊ] – gehen
gym [dʒɪm] – Fitnessstudio big [bɪg] – groß
giant [ˈdʒaɪənt] – Riese garden [ˈgɑːdn] – Garten
age [eɪdʒ] – Alter dog [dɒg] – Hund

Im Deutschen wird g auch vor e und i als [g] gelesen („gern“, „Gitarre“). Im Englischen steht dort oft [dʒ], wie das „dsch“ in „Dschungel“: gym [dʒɪm] beginnt nicht mit [g] wie „Gymnasium“.

Das Wort „oft“ ist nicht überflüssig. Das g hat häufige Ausnahmen, die man am besten gleich im Block lernt, weil es sehr gebräuchliche Wörter sind: get, give, girl, begin, forget, together. In allen wird das g vor e oder i als [g] gelesen. Dazu kommt gift [gɪft]: Es klingt wie das deutsche „Gift“, bedeutet aber „Geschenk“.

Für das c gibt es keine solche Liste – seine Regel gilt praktisch ausnahmslos.

S: [s] oder [z]

Am Wortanfang immer [s]: sun, stop, six. Im Deutschen ist es anders: Dort wird s vor einem Vokal stimmhaft gesprochen („Sonne“ [ˈzɔnə]). Im Englischen beginnt sun mit einem stimmlosen [s].

Zwischen Vokalen und am Wortende nach einem stimmhaften Laut ist es [z] (wie in „Rose“):

  • his [hɪz], is [ɪz], has [hæz]
  • rose [rəʊz], nose [nəʊz], music [ˈmjuːzɪk]
  • dogs [dɒgz], friends [frendz]

Das Deutsche hilft hier nicht: Am Silbenende wird s dort immer stimmlos gesprochen („Haus“, „Gras“), deshalb liegt bei his, is und dogs ein [s] nahe. Gesprochen wird [z].

Mehr zur Endung -s steht in der Lektion über Wortendungen.

H: wie im Deutschen am Silbenanfang

Das h ist ein Hauchlaut am Anfang einer Silbe, wie im Deutschen („Haus“, „Hand“): hat [hæt], house [haʊs], behind [bɪˈhaɪnd]. Hier brauchen Sie also nichts umzulernen. Stumm ist es nur in wenigen Wörtern, etwa hour und honest („Stunde“, „ehrlich“). Die Falle ist umgekehrt: Wer wie im Deutschen jedes h am Wortanfang spricht, sagt auch hour und honest mit h.

X und Q

  • x – normalerweise [ks]: box [bɒks], six [sɪks], next [nekst]. Zwischen Vokalen, von denen der zweite betont ist, [gz]: exam [ɪgˈzæm], example [ɪgˈzɑːmpl].
  • q steht nie allein: Es ist immer qu, und es klingt immer [kw] – queen [kwiːn], question [ˈkwestʃən], quick [kwɪk]. Das deutsche „qu“ wird [kv] gesprochen („Qualle“): Der zweite Laut ist im Englischen [w], nicht [v].

Stumme Konsonanten

Manche Konsonanten werden geschrieben, aber nicht gesprochen. Die Liste ist kurz; am besten lernen Sie sie auswendig.

Kombination Nicht gesprochen Beispiele
kn- k know, knife, knee
wr- w write, wrong, wrist
-mb b climb, lamb, thumb
-gh gh night, light, high
-lk l talk, walk, chalk
-st- t listen, castle, whistle
h- h hour, honest
wh- vor o w who, whose, whole

Beachten Sie vor allem kn-: Im Deutschen wird das k gesprochen („Knie“, „Knoten“), im Englischen nie. Das stumme gh steht oft dort, wo das Deutsche ein ch hat: „Nacht“ – night, „Licht“ – light, „hoch“ – high.

Beachten Sie auch die Paare, die gleich klingen: know und no, write und right, hour und our. Für das Ohr sind sie nicht zu unterscheiden, geschrieben sind es völlig verschiedene Wörter. Das kennt das Deutsche ebenfalls („Meer“ und „mehr“, „Seite“ und „Saite“), das Phänomen ist Ihnen also vertraut.

Doppelte Konsonanten

Ein doppelter Konsonant wird als ein einziger Laut gelesen: sorry [ˈsɒri], dinner [ˈdɪnə], letter [ˈletə], happy [ˈhæpi]. Wie im Deutschen („Mitte“, „Sonne“) verlängert der doppelte Konsonant den Laut nicht.

Aber der doppelte Konsonant wirkt sich auf den Vokal davor aus: Er schließt die Silbe – auch das kennen Sie aus dem Deutschen („Mitte“ mit kurzem, „Miete“ mit langem i). Vergleichen Sie dinner [ˈdɪnə] und diner [ˈdaɪnə] (in den USA ein einfaches Restaurant): Das doppelte n schließt die erste Silbe, deshalb wird das i kurz gelesen.

Ein stummer Buchstabe ist fast immer ein historischer Rest. Der erste Laut von knife und write wurde vor Jahrhunderten noch gesprochen, verschwand dann aus der gesprochenen Sprache und blieb nur in der Schrift erhalten. So ist die englische Rechtschreibung entstanden: Sie bewahrt, wie das Wort in einer anderen Zeit geklungen hat. Sie müssen das nicht wissen, aber es hilft, nicht mehr nach einer Logik zu suchen, die nicht in der Schrift liegt – es lohnt sich viel mehr, die acht Zeilen der Tabelle oben auswendig zu lernen.

Testen Sie, was Sie gelesen haben

Der Test unten geht c und g vor verschiedenen Buchstaben, das stimmhafte s, Buchstaben, die im Deutschen anders klingen, und die stummen Konsonanten durch.

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