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Erste einfache Texte auf Englisch: laut lesen

Drei kurze Texte über Sie und Ihre Familie – nur mit den bereits behandelten Leseregeln gebaut, jedes schwierige Wort wird erklärt, mit Hinweisen für Deutsch Sprechende.

Leseregeln nützen nichts, solange man sie nicht auf einen Text anwendet. Unten stehen drei kurze Texte ohne schwer lesbare Wörter: Alles, was darin vorkommt, wurde in den vorigen Lektionen erklärt. Lesen Sie sie langsam und laut, und vergleichen Sie jeden Text mit seiner Analyse.

Text 1: über mich

Hi! My name is Ben. I am ten. I live in a big city with my mum, my dad and my cat.

I go to school every day. My school is not far. I walk there with my friend Sam.

I like English and sport. I do not like maths.

Was hier auffällt

Wort Aussprache Warum
hi [haɪ] das h wird gesprochen wie in „Haus“; das i in einer offenen Silbe ist [aɪ] – nach deutscher Gewohnheit würde man „hi“ als [hiː] lesen
name [neɪm] offene Silbe, stummes e am Ende – anders als im deutschen „Name“, wo das e gesprochen wird
cat [kæt] geschlossene Silbe; [æ] ist ein offener Vokal zwischen e und a
big, in, is [bɪg] [ɪn] [ɪz] geschlossene Silbe, kurzes [ɪ]; in is ist das s stimmhaft [z], nicht stimmlos wie in „ist“
city [ˈsɪti] c vor i → [s] (nicht [k] und nicht [ts]); -y am Ende → [i]
school [skuːl] ch → [k] (nicht [ʃ] wie in „Schule“), oo → [uː]
walk [wɔːk] das l wird nicht gesprochen; das w ist [w], nicht [v]
with [wɪð] Funktionswort → stimmhaftes [ð]
like [laɪk] offene Silbe

Beachten Sie das Paar live [lɪv] und like [laɪk]: In beiden Wörtern folgen auf das i ein Konsonant und ein stummes e – nach der Regel also eine offene Silbe, und so wird like gelesen. Aber live ist eine häufige Ausnahme: Das i klingt kurz. Aus dem Deutschen kennen Sie live als [laɪf] („Live-Musik“); das Verb in I live in a big city wird aber [lɪv] gesprochen. Wenn die Regel auf ein häufiges Wort trifft, gewinnt das Wort.

Text 2: meine Familie

This is my family. We are five: my mum, my dad, my sister, my brother and me.

My mum is a teacher. She works at my school. My dad is a doctor. He works in a big hospital.

My sister Kate is nine. She can sing and she likes music. My brother Tom is three. He can not read yet.

We have a small red car. On Sunday we go to the park.

Was hier auffällt

  • this [ðɪs] und three [θriː] – beide beginnen mit th, aber mit verschiedenen Lauten: Funktionswort stimmhaft, normales Wort stimmlos.
  • teacher [ˈtiːtʃə] – ea → [iː], ch → [tʃ] (nicht der ich-Laut [ç] und nicht [ʃ]), und die unbetonte Endung wird zu [ə] abgeschwächt.
  • five [faɪv] – das v ist [v] wie in „Vase“, nicht [f] wie in „Vater“. Das englische v ist nie [f].
  • works [wɜːks] – w ist [w]; or nach w ergibt [ɜː] (wie in word); und das -s nach dem stimmlosen [k] wird [s] gelesen.
  • likes [laɪks] – dieselbe Endung, dasselbe [s].
  • sing [sɪŋ] – am Ende der Nasal [ŋ], ohne jedes [g].
  • music [ˈmjuːzɪk] – offene Silbe, die [juː] ergibt, und das s zwischen Vokalen klingt [z]. Anders als im deutschen „Musik“ [muˈziːk] liegt die Betonung auf der ersten Silbe.
  • car [kɑː] und park [pɑːk] – der dritte Silbentyp, Vokal + r (in der britischen Aussprache ohne gesprochenes r).
  • hospital [ˈhɒspɪtl] – das h wird gesprochen, und die Betonung liegt auf der ersten Silbe; das deutsche „Hospital“ wird dagegen auf der letzten Silbe betont.

Text 3: mein Tag

I get up at seven. I wash my face and have breakfast. I like eggs and tea.

School starts at eight. We have five lessons. At one we have lunch.

After school I play football with my friends. Then I do my homework.

At nine I go to bed. I read a book and sleep.

Was hier auffällt

Wort Aussprache Warum
seven [ˈsevn] das s am Wortanfang ist stimmlos [s], nicht stimmhaft [z] wie im deutschen „sieben“; v → [v]
get [get] Ausnahme von der Regel, dass g vor e als [dʒ] gelesen werden kann; hier lesen Sie g wie im Deutschen
breakfast [ˈbrekfəst] seltener Fall: ea → [e]
eggs [egz] -s nach einem stimmhaften Laut → [z]
tea, eat [tiː] [iːt] übliches ea → [iː]
lunch [lʌntʃ] geschlossene Silbe, u → [ʌ] (nicht [ʊ] wie in „Mund“), ch → [tʃ]
book [bʊk] oo vor k → kurzes [ʊ], wie das u in „Hund“
sleep [sliːp] ee → [iː]
homework [ˈhəʊmwɜːk] zwei Wortteile, Betonung auf dem ersten – wie bei deutschen Zusammensetzungen

So lesen Sie diese Texte

  1. Lesen Sie den Text mit den Augen und markieren Sie die Wörter, bei denen Sie zögern.
  2. Analysieren Sie jedes davon nach seinem Silbentyp – nicht still, sondern laut.
  3. Lesen Sie den ganzen Text zweimal laut.
  4. Beim dritten Mal lesen Sie nicht mehr Silbe für Silbe, sondern in Wortgruppen: I go to school sind nicht vier einzelne Wörter, sondern eine Einheit.

Langsames lautes Lesen bringt mehr als schnelles Lesen mit den Augen. Das Ziel ist in dieser Phase nicht, den Text zu verstehen – das ist ohnehin klar –, sondern Schrift und Klang zu verbinden. Beim stillen Lesen entsteht diese Verbindung nicht: Das Auge erkennt das ganze Wort und überspringt die Regel. Drei laut gelesene Texte bringen mehr als dreißig still gelesene.

Testen Sie, was Sie gelesen haben

Der Test unten geht die Wörter dieser drei Texte durch und die Regeln, nach denen sie so gelesen werden.

Testen Sie Ihr Wissen: Test: erste einfache Texte auf Englisch →