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Die richtige Zukunftsform wählen: will, going to, continuous, perfect

Im Englischen gibt es mindestens fünf Wege, über die Zukunft zu sprechen – und die Wahl verrät, wie sicher, wie geplant und wie abgeschlossen etwas ist.

Im Englischen gibt es nicht die eine Zukunftsform. Es gibt eine Reihe von Formen, und die richtige Wahl sagt etwas aus, das die Wörter selbst nicht sagen. Das Deutsche kommt meist mit dem Präsens und einer Zeitangabe aus („Ich fliege am Dienstag“) und hat daneben das Futur I („Ich werde kommen“). Beides lässt sich nicht eins zu eins übertragen: werden ist nicht will, und das deutsche Präsens mit Zeitangabe entspricht im Englischen je nach Situation dem present continuous, going to, will oder dem present simple.

Die wichtigsten Formen

will + Verb – eine Entscheidung im Moment des Sprechens; Hilfsangebote, Versprechen, Vorhersagen ohne feste Grundlage

I'll get it. · It will probably rain.

going to + Verb – ein im Voraus beschlossener Plan und eine Vorhersage aufgrund sichtbarer Anzeichen

We're going to move in June. (das haben wir schon beschlossen)

Look at those clouds — it's going to pour. (man sieht es gerade jetzt)

present continuous – eine feste Verabredung, meist mit einer anderen Person

I'm meeting the client at four. (steht im Kalender)

present simple – Fahrpläne und Termine

The train leaves at 6:40. · The conference starts on Monday.

future continuous (will be + -ing) – läuft zu einem Zeitpunkt in der Zukunft gerade ab

This time tomorrow I'll be flying to Oslo.

future perfect (will have + Partizip Perfekt) – wird vor einem Zeitpunkt in der Zukunft abgeschlossen sein

By December we'll have completed the migration.

Drei weitere Formen mit präziser Bedeutung

be about to – kurz davor, in den nächsten Minuten.

Don't call now — they're about to start.

be due to – von jemand anderem angesetzt, oft mit dem Beiklang, dass es sich noch ändern kann.

The report is due to be published in May.

be to + Verb – eine förmliche Anordnung oder Vereinbarung, häufig in Ankündigungen und Zeitungen.

All staff are to report to reception. · The Prime Minister is to visit Berlin.

future perfect continuous – wie lange etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt gedauert haben wird.

By June I'll have been working here for ten years.

Die Zukunft in der Vergangenheit

Wenn man aus der Vergangenheit auf die Zukunft blickt, rutscht jede Form eine Stufe zurück:

  • I was going to call you, but I ran out of time. (ein Plan, der nicht umgesetzt wurde)
  • She said she would be late. (will → would)
  • We were about to leave when the phone rang.

Was going to ist besonders nützlich: Es ist die Standardform, um eine Absicht zu beschreiben, aus der nichts geworden ist.

Unterschiede, die etwas bedeuten

will und going to – wann wurde die Entscheidung getroffen?

The phone's ringing. — I'll answer it. (ich entscheide jetzt)

Why are you holding the phone? — I'm going to call Ana. (das hatte ich vorher beschlossen)

going to und present continuous – Absicht gegenüber Verabredung.

I'm going to see the dentist. (ich habe es vor)

I'm seeing the dentist at nine. (der Termin steht fest)

Für Deutschsprachige ist hier eine Falle eingebaut: „Ich gehe um neun zum Zahnarzt“ wird gern zu I see the dentist at nine. Das present simple ist aber nur für Fahrpläne und feste Programme da – für eine persönliche Verabredung braucht es das present continuous.

Das future continuous als Höflichkeit. Das ist ein Kniff der Geschäftssprache:

Will you be joining us? klingt weicher als Will you join us? – man fragt nach den Plänen, statt eine Zusage zu verlangen.

Wie man Sicherheit abstuft

Die Adverbien stehen nach will und vor won't – eine kleine Stellungsregel, über die man leicht stolpert.

Gewissheit Beispiel
hoch It will definitely be ready.
wahrscheinlich It'll probably be ready.
unwahrscheinlich It probably won't be ready. (nicht „won't probably“)
vorsichtig It may well be delayed.

Nach Zeitwörtern steht keine Zukunftsform

when, as soon as, before, after, until, once verlangen das Präsens, auch wenn von der Zukunft die Rede ist. Hier stimmen Deutsch und Englisch überein: „Ich rufe dich an, wenn ich ankomme“ steht ebenfalls im Präsens. Der Fehler passiert trotzdem, und zwar dann, wenn man im Englischen reflexartig will setzt, sobald es um die Zukunft geht.

❌ I'll call you when I will arrive. ✅ I'll call you when I arrive.

Wählen Sie nach dem Signal, nicht nach dem Zeitpunkt – jede dieser Formen kann den nächsten Dienstag beschreiben. Was sich ändert, ist etwas anderes: Verkünden Sie eine Entscheidung, melden Sie eine Buchung, nennen Sie einen Fahrplan oder machen Sie eine Bitte höflicher?

Eine Reise klären

A: Are you coming to the Berlin office next week?

B: I'm flying out Tuesday — the flight leaves at seven. I was going to come Monday, but it got too expensive.

A: Will you be seeing the client while you're there?

B: Probably. By Friday I'll have met most of the team.

Eine Verabredung, ein Fahrplan, ein nicht umgesetzter Plan, eine taktvolle Frage und ein future perfect – fünf Formen für eine einzige Reise.

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Der Test unten prüft die Unterschiede, nicht die Formen selbst.

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