Pronomen und Possessivformen: I, me, my, mine
Wer was tut, wem und wem etwas gehört – kurze Wörter, die ständig vorkommen und über Jahre verwechselt werden.
Diese Wörter sind kurz, sehr häufig und setzen sich leicht für immer falsch fest. Es lohnt sich, die Tabelle einmal gründlich zu lernen.
Fünf Spalten
| Subjekt | Objekt | Possessivbegleiter | Possessivpronomen | Reflexivpronomen |
|---|---|---|---|---|
| I | me | my | mine | myself |
| you | you | your | yours | yourself |
| he | him | his | his | himself |
| she | her | her | hers | herself |
| it | it | its | — | itself |
| we | us | our | ours | ourselves |
| they | them | their | theirs | themselves |
Subjekt oder Objekt?
Das Subjekt führt die Handlung aus, das Objekt empfängt sie.
- She called me. (sie ruft an, ich werde angerufen)
- We invited them.
❌ Me and John went to the shop. ✅ John and I went to the shop. (wir gehen – also Subjekt)
Beim Subjekt hilft das Deutsche: „John und ich sind zum Laden gegangen“ steht im Nominativ, wie I im Englischen. Die Falle liegt eher beim Objekt: Das Deutsche unterscheidet Akkusativ und Dativ („mich“ und „mir“, „ihn“ und „ihm“, „sie“ und „ihnen“), das Englische hat für beide nur eine Form: me, him, them.
Schnelle Kontrolle – lassen Sie die andere Person weg. Me went ist eindeutig falsch, also muss es I went heißen. Dieselbe Kontrolle funktioniert am Satzende: He invited John and I → He invited I? Nein – also John and me.
My oder mine?
My steht vor einem Nomen. Mine ersetzt die ganze Verbindung.
- That is my bag.
- That bag is mine. (und nicht my)
❌ That is mine bag. ✅ That is my bag.
Im Deutschen ändert sich dasselbe Wort mit der Endung („mein Buch“, „das Buch ist meins“, „meine Tasche“); das Englische hat dafür zwei feste Wörter und keine Endungen.
Die Possessivpronomen beantworten die Frage whose:
- Whose coat is this? — It's hers. / Mine.
Die Reflexivpronomen: wenn es dieselbe Person ist
Die Form auf -self braucht man, wenn Subjekt und Objekt zusammenfallen.
- I hurt myself. (und nicht „I hurt me“)
- She taught herself to code.
- Help yourself to coffee.
Achtung: Das Deutsche verwendet das Reflexivpronomen viel öfter als das Englische („ich wasche mich“, „ich rasiere mich“, „ich setze mich“, „ich erinnere mich“, „ich beeile mich“); im Englischen sagt man einfach I wash, I shave, I sit down, I remember, I hurry up. Nie I remember myself.
Sie dienen auch zur Betonung: I made it myself. („Ich habe es selbst gemacht.“) Und gesondert: by myself bedeutet „ganz allein, ohne Begleitung“ – I went by myself.
Der Apostroph
Bei Personen fügt man 's an:
- Anna's car · my brother's house
- Ein Plural, der schon auf -s endet: nur der Apostroph – the students' results
- Ein unregelmäßiger Plural: the children's books
Im Deutschen steht beim Genitiv kein Apostroph („Annas Auto“, „Peters Haus“); im Englischen ist er Pflicht. Umgekehrt bekommt ein gewöhnlicher Plural nie einen: two cars, nicht two car's.
Bei Dingen bevorzugt das Englische oft of oder zwei Nomen hintereinander:
- ✅ the leg of the table / the table leg
- 🚫 the table's leg (man versteht es, aber es klingt seltsam)
Das Deutsche bildet das mit dem Genitiv („das Bein des Tisches“) oder dem Kompositum („das Tischbein“). Das englische table leg entspricht dem Kompositum, wird aber immer in zwei Wörtern geschrieben – nie tableleg.
Das Possessiv richtet sich nach dem Besitzer, nicht nach dem Besitztum
Im Deutschen richtet sich der Stamm („sein“, „ihr“) nach dem Besitzer, die Endung aber nach dem besessenen Nomen („ihren Pass“, „seine Schwester“, „ihre Schlüssel“). Im Englischen bleibt nur der erste Teil übrig: his oder her wird allein danach gewählt, wer der Besitzer ist, und es gibt nie eine Endung.
- Anna lost her passport. (Anna – also her, auch wenn „Pass“ im Deutschen männlich ist)
- Tom called his sister. (Tom – also his, auch wenn „Schwester“ weiblich ist)
Bei Dingen und meist auch bei Tieren richtet sich das Deutsche nach dem Geschlecht des Besitzers („der Hund … sein Schwanz“, „die Katze … ihr Fell“); das Englische hat dafür nur its: The cat licked its paw.
Its und it's
Das ist der häufigste Schreibfehler im Englischen, selbst bei Menschen mit Englisch als Muttersprache.
- its – gehört dazu: The dog wagged its tail.
- it's – it is / it has: It's raining.
Its bekommt keinen Apostroph. Kann man „it is“ sagen, schreibt man it's; sonst its.
Diese Falle hat eine Plural-Version:
| Wort | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| their | gehört ihnen | their house |
| there | dort | over there |
| they're | they are | they're late |
Wem gehört was
A: Is this your umbrella?
B: No, mine's the black one. I think it's hers — she left hers by the door.
A: Then whose is this one?
B: Ours, probably. The kids never label anything of theirs.
Jedes Possessiv steht hier ohne Nomen dahinter – das heißt, alle stammen aus der Spalte mine / hers / ours / theirs.
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Der Test unten geht die fünf Spalten und den Apostroph durch.