Smalltalk im Berufsalltag: was Sie auf Englisch sagen
Einfache, natürliche Sätze für lockere Gespräche vor Besprechungen, in der Küche und im Aufzug.
Smalltalk in einer Sprache, die nicht Ihre eigene ist, wirkt schwieriger, als er ist: In Wirklichkeit folgt er einem einfachen, wiederholbaren Muster. Sobald Sie es beherrschen, können Sie es überall einsetzen: im Aufzug, an der Kaffeemaschine oder zwei Minuten vor Beginn der Besprechung.
Wie Sie ein Gespräch beginnen
Sie müssen sich nichts Geistreiches ausdenken: Am besten funktioniert eine Bemerkung zu dem, was in diesem Moment gemeinsam ist.
- How's your day going?
- Busy day today, huh?
- Did you have a good weekend?
- Have you been here before? (bei einer Veranstaltung)
- Is it always this busy?
Vorsicht bei der Begrüßung: How are you? ist keine Frage nach dem Befinden, sondern ein Gruß. Das deutsche „Wie geht's?“ lädt eher zu einer ehrlichen Antwort ein; auf Englisch genügt eine kurze: Fine, thanks — you?
Über das Wetter sprechen (ja, wirklich)
Das Wetter ist das klassische Smalltalk-Thema, weil es sicher und einfach ist.
- Nice weather today, isn't it?
- Can you believe how cold it is?
Sichere und heikle Themen
Die Grenze verläuft in allen englischsprachigen Arbeitskulturen ungefähr gleich, und sie deckt sich nicht immer mit der deutschen: In Deutschland wird im Team oft offen über Politik und Meinungen diskutiert, und das gilt als Zeichen von Interesse, im englischen Büro ist es dagegen ein heikles Terrain.
| Sicher | Heikel | Vermeiden |
|---|---|---|
| das Wochenende, der Urlaub | die Familie (solange man nicht selbst von ihr spricht) | das Gehalt |
| das Wetter, der Weg zur Arbeit | Politik, Religion | das Alter, das Gewicht |
| Sport, Serien, Essen | Gesundheitsprobleme | der Familienstand |
| die Arbeit im Allgemeinen | Büroklatsch | warum jemand gegangen ist |
Im Zweifel folgen Sie Ihrem Gegenüber: Zu dem, was die Person selbst erwähnt hat, können Sie eine Frage stellen.
Kurze Anschlussfragen
Das Geheimnis eines guten Smalltalks ist, Interesse zu zeigen, indem man eine kleine Anschlussfrage stellt.
A: I went hiking this weekend.
B: Oh nice, where did you go?
A: I'm a bit tired today.
B: Long night?
Wie Sie zeigen, dass Sie zuhören
Menschen mit Englisch als Muttersprache streuen Laute und kurze Einwürfe ein, während die andere Person spricht. Schweigen wird als Langeweile gedeutet, nicht als Höflichkeit.
Mm. · Right. · Oh really? · That's interesting. · Wow. · Oh no! · Exactly.
Das kostet nichts und verändert den Eindruck des Gesprächs völlig.
Wie Sie das Gespräch am Laufen halten, ohne in die Tiefe zu gehen
Smalltalk ist nicht der Ort für lange Geschichten und ernste Themen: Halten Sie die Antworten kurz und geben Sie die Frage an Ihr Gegenüber zurück.
- A: How was your weekend?
- B: Pretty relaxed, just stayed home. What about you?
Der letzte Teil ist wichtig: antworten, dann die Frage zurückgeben. Eine Antwort ohne Gegenfrage beendet den Austausch, auch wenn Sie das nicht beabsichtigen.
Wenn Sie nichts zu sagen haben
Das passiert allen. Übliche Auswege:
- I know what you mean.
- Same here.
- It's been one of those weeks.
- How's the new project going? (die Rückkehr zur Arbeit geht immer)
Wie Sie ein Gespräch höflich beenden
Sie brauchen auch eine natürliche Art, ein Gespräch abzuschließen, vor allem vor Beginn einer Besprechung.
- Well, I should get back to it — talk soon!
- Anyway, I better get to my desk. Have a good one!
- I'll let you get on. (britisch, sehr häufig)
- Good to see you.
Das Wort anyway ist das übliche Signal, dass Sie zum Schluss kommen. Menschen mit Englisch als Muttersprache erkennen es und beginnen ebenfalls, das Gespräch abzuschließen.
Sätze, die Sie vermeiden sollten
Manche wörtlichen Übersetzungen aus anderen Sprachen klingen im englischen Smalltalk unnatürlich.
❌ What is your opinion about the government? (zu ernst für Smalltalk) ✅ Anything interesting happen this weekend?
❌ How much do you earn? (zu persönliche Frage) ✅ How's work going lately?
Beim Smalltalk geht es nicht um den Inhalt. Niemand muss wissen, wie Ihr Wochenende war. Der Austausch ist dazu da zu zeigen, dass man Sie ansprechen kann und dass die Arbeitsbeziehung gut ist. Darum funktioniert eine kurze, herzliche und ein wenig langweilige Antwort besser als eine interessante. Auffällig ist gerade das Weglassen dieses Rituals.
Zwei Minuten vor der Besprechung
A: Morning. Did you get away at the weekend?
B: We did, actually — first time in ages. You?
A: Not really. Spent most of it fixing the boiler.
B: Oh no. Any luck?
A: Eventually. Anyway — shall we get started?
Der Einstieg, die Antwort mit Gegenfrage, die Reaktion der zuhörenden Person und anyway als Ausstieg. Anderthalb Minuten, und das Gespräch hat seine Aufgabe vollkommen erfüllt. Beachten Sie eventually: Es heißt „schließlich“, nicht „eventuell“ – das Deutsche „eventuell“ entspricht possibly oder perhaps.
Testen Sie Ihr Wissen
Der folgende Test prüft, ob Sie in echten Smalltalk-Situationen die natürliche Antwort wählen können.